Verbesserung der Gewässerpflege und -unterhaltung dringend notwendig

Dettum. Im Rahmen der Gespräche mit Hochwasseropfern hat der Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg erneut die Problematik der Unterhaltung und Pflege von Gewässern thematisiert. So wurde bei einem Besuch bei Gemüsebauer Helmut Grabenhorst in Dettum deutlich, wie dringend notwendig hier ein Umdenken ist. Nach dem Hochwasser 2013 hat der Betrieb auch in diesem Jahr wieder mit Problemen zu tun, die nicht nur mit dem Hochwasser an sich, sondern auch dem Pflegezustand des dortigen Gewässers zu tun haben. Durch mangelnde Unterhaltung der Altenau, Verzicht auf Freihaltung der Sohle und regelmäßiges Ausmähen, kommt es zu Staunässe auf benachbarten Flächen, Hochwässer können auch nach mehreren Tagen nicht abfließen, Feldfrüchte verrotten. So ging es Helmut Grabenhorst in diesem Jahr mit Tausenden von Kohlrabipflanzen, die wegen der Staunässe auf dem Acker verderben. Frank Oesterhelweg: „Was hier abläuft, ist falsch verstandener Umweltschutz gegen die Anlieger von Gewässern. Hier ist es ein Landwirt, der geschädigt wird, andernorts ein Hausbesitzer oder -bewohner, dessen Wohnung durch Aufstau und bzw. oder anschließende Staunässe unter Wasser steht, weil der benachbarte Graben vernachlässigt wurde. Das darf so nicht weitergehen. Ich habe bereits 2013 im Landtag auf diesen Missstand hingewiesen, SPD und Grüne wollten davon nichts hören. Naturschutz und Hochwasserschutz sind durchaus vereinbar, wenn man es richtig macht. Aber Pegel, die bis zum Stand von 30, 40 oder mehr Zentimetern im Boden stehen, sind nicht akzeptabel. Ich wünsche mir hier etwas mehr Rücksicht auf die Anlieger und Sachverstand bei denen, die Entscheidungen über die Unterhaltung unserer Gewässer treffen.“

2017-09-11T16:19:44+00:00 17. August 2017|